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FAQ

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den ESB und seine Produkte.

Allgemein

Wer ist von der Marktöffnung betroffen?

Die eidgenössischen Räte haben am 23. März 2007 das Stromversorgungsgesetz – und damit die Strommarktliberalisierung – gutgeheissen. Das Gesetz enthält die Grundlagen für eine zuverlässige, nachhaltige Stromversorgung und sieht eine zweistufige Marktöffnung vor. Somit können in einer ersten Etappe die Grosskunden mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 100 000 kWh ihren Stromlieferanten frei wählen.

Was ist der Unterschied zwischen Netz und Energie?

Das Stromnetz ist sozusagen die Autobahn, auf welcher der Strom transportiert wird. Die Nutzung des Netzes ist von der Liberalisierung ausgeschlossen und wird von einem staatlichen Regulator-Organ (ELCom) überwacht. In Biel bleibt der ESB der lokale Energieversorger und Netzbetreiber. Die Energie, der Strom ist das Produkt, welches Ihnen über das Stromnetz geliefert wird.

Kann ich als Kunde/Kundin die Netznutzungskategorie selber wählen?

Nein. Die Netznutzungskategorie hängt vom Verbrauchsverhalten (Stromverbrauch, installierte Leistung) ab.

Was passiert, wenn ich als Kunde/Kundin innerhalb des ESB-Versorgungsgebiets umziehe?

Bei einem Umzug wird die von Ihnen gewählte Stromqualität «mitgezügelt».

Wann beginnt der Niedertarif?

Die Niedertarifstunden liegen zwischen 20 Uhr und 8 Uhr sowie am Wochenende. Kleinere Energiebezüge und Energiebezüge in Anlagen ohne fest angeschlossene und vom ESB gesteuerte Nachtstromverbraucher werden jedoch grundsätzlich nach Einzeltarif abgerechnet. Sind fest angeschlossene und vom ESB gesteuerte Nachtstromverbraucher vorhanden, erfolgt die Verrechnung in jedem Fall nach Doppeltarif. Bei grösseren Energiebezügen in der Niedertarifzeit können Kundinnen und Kunden auch ohne werkgesteuerte Verbraucher eine Verrechnung nach Doppeltarif wählen. Die erforderlichen Anpassungen in den elektrischen Installationen (Tarifsteuerung) gehen zu Lasten der Kunden.

Warum bezahle ich eine Grundgebühr?

Die monatliche Grundgebühr ist Bestandteil des Strompreises. Sie ist abhängig von der benötigten Leistung und der gelieferten Spannung. Die Grundgebühr fällt auch dann an, wenn kein Strom bezogen wird. Sie deckt einen Teil der Kosten für die Leistungsbereitstellung inklusive administrativer Aufwendungen.

Was beinhalten die «Abgaben und Leistungen für das Gemeinwesen»?

Viele Stromversorger erbringen im Auftrag der Gemeinde Leistungen, die über die eigentliche Stromlieferung hinausgehen. Im Auftrag der Stadt Biel stellt der ESB die öffentliche Beleuchtung im Stadtgebiet sicher. Das Beleuchtungsteam des ESB steht mit drei Personen im Einsatz, um die Lampen der öffentlichen Beleuchtung zu betreiben, zu unterhalten und zu erneuern. Mit seinem Pikettdienst sorgt der ESB auch ausserhalb der normalen Arbeitszeit für eine störungsfreie Stromversorgung. Das Gesetz verlangt, dass solche «Naturalleistungen» auf der Rechnung transparent ausgewiesen werden.

Kundendienst

Ich ziehe um. Wo und wie kann ich meinen Umzug melden?

Sie müssen uns 30 Tage vor dem Mietvertragsende Ihren Umzug melden – per Telefon, über unsere Website oder mit der Umzugsmeldekarte. So können wir termingerecht Ihren Zähler ablesen und Ihnen eine einwandfreie, termingerechte Abrechnung erstellen. Bei Handänderungen und Umzügen von Geschäftslokalen melden Sie sich bitte frühzeitig bei unserem Kundendienst.

Welche Informationen muss ich beim Auszug angeben?

Genaues Auszugsdatum (Mietvertragsende) und Ihre neue Adresse.

Ich verkaufe meine Liegenschaft/Eigentumswohnung. Welche Informationen muss ich dem ESB angeben?

Handänderungen müssen schriftlich erfolgen (Post, E-Mail oder online) mit Angabe Ihrer neuen Adresse, Tel. Nr. sowie Kontaktperson für Zugang.

Ich bin umgezogen, erhalte aber immer noch Rechnungen für meine alte Adresse.

Holen Sie Ihre Umzugsmeldung sofort nach, damit wir innert 3 Tagen den Zählerstand ablesen und die Schlussrechnung erstellen können.

Was ist eine Teilrechnung und wie wird diese berechnet?

Die Teilrechnung basiert auf dem Vorjahresverbrauch und beträgt etwa ein Viertel des Jahresverbrauchs.

Warum finde ich auf der Teilrechnung keine Angaben über Zähler-Nr. und/oder Verbrauch?

Die Teilrechnung entspricht dem Vorjahresverbrauch oder bei einem Neuzuzug den geschätzten Kosten für den Verbrauch von drei Monaten. Detaillierte Angaben finden Sie auf der jährlichen Abrechnung.

Wie viele Teilrechnungen erhalte ich im Jahr und wann wird abgerechnet?

Sie erhalten pro Jahr drei Teilrechnungen (alle drei Monate). In der jährlichen Abrechnung (Oktober-Dezember, gemäss Ableseplan) werden die drei Teilrechnungen Ihrem effektiven Verbrauch gegenübergestellt und der Saldo berechnet.

Was tun, wenn meine Teilrechnung zu hoch oder zu tief ist?

Kontaktieren Sie unseren Kundendienst, Tel. 032 321 13 00, damit wir eine eventuelle Anpassung vornehmen können.

Was ist das Kriterium für die verschiedenen Abrechnungsarten?

Die Art der Abrechnung ist tarifabhängig.

Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?

Der ESB bietet seinen Kunden die Zahlungsmöglichkeiten E-Rechnung, Lastschriftverfahren oder Einzahlungsschein.

Elektrizität

Wer ist von der Marktöffnung betroffen?

Die eidgenössischen Räte haben am 23. März 2007 das Stromversorgungsgesetz – und damit die Strommarktliberalisierung – gutgeheissen. Das Gesetz enthält die Grundlagen für eine zuverlässige, nachhaltige Stromversorgung und sieht eine zweistufige Marktöffnung vor. Somit können in einer ersten Etappe die Grosskunden mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 100 000 kWh ihren Stromlieferanten frei wählen.

Was ist der Unterschied zwischen Netz und Energie?

Das Stromnetz ist sozusagen die Autobahn, auf welcher der Strom transportiert wird. Die Nutzung des Netzes ist von der Liberalisierung ausgeschlossen und wird von einem staatlichen Regulator-Organ (ELCom) überwacht. In Biel bleibt der ESB der lokale Energieversorger und Netzbetreiber.

Die Energie, der Strom ist das Produkt, welches Ihnen über das Stromnetz geliefert wird.

Kann ich als Kunde/Kundin die Netznutzungskategorie selber wählen?

Nein. Die Netznutzungskategorie hängt vom Verbrauchsverhalten (Stromverbrauch, installierte Leistung) ab.

Wann beginnt der Niedertarif?

Die Niedertarifstunden liegen zwischen 20 Uhr und 8 Uhr sowie am Wochenende. Kleinere Energiebezüge und Energiebezüge in Anlagen ohne fest angeschlossene und vom ESB gesteuerte Nachtstromverbraucher werden jedoch grundsätzlich nach Einzeltarif abgerechnet.

Sind fest angeschlossene und vom ESB gesteuerte Nachtstromverbraucher vorhanden, erfolgt die Verrechnung in jedem Fall nach Doppeltarif. Bei grösseren Energiebezügen in der Niedertarifzeit können Kundinnen und Kunden auch ohne werkgesteuerte Verbraucher eine Verrechnung nach Doppeltarif wählen. Die erforderlichen Anpassungen in den elektrischen Installationen (Tarifsteuerung) gehen zu Lasten der Kunden.

Warum bezahle ich eine Grundgebühr?

Die monatliche Grundgebühr ist Bestandteil des Strompreises. Er ist abhängig von der benötigten Leistung und der gelieferten Spannung. Der Grundpreis fällt auch dann an, wenn kein Strom bezogen wird. Er deckt einen Teil der Kosten für die Leistungsbereitstellung inklusive administrativer Aufwendungen.

Kann ich meine Stromqualität wählen?

Ja, Sie können.

Ohne ihren Gegenbericht beziehen Sie automatisch das Produkt Seeland. Als Alternativen stehen die Produkte Biel/Bienne oder Suisse zu Verfügung.

Das qualitativ hochwertigste Produkt ist Biel/Bienne. Dieses Produkt ist naturmade star zertifiziert und gilt als Ökostrom. Die Produktion erfolgt ausschliesslich auf dem Gebiet der Stadt Biel. Der Strommix setzt sich aus den Produktionen Taubenloch, Bözingen und den PV-Anlagen auf den Bieler Dächern zusammen. Als Standard wird das Produkt Seeland angeboten. Der Strommix setzt sich da aus den  Produktionen Brügg und Hagneck sowie aus Strom von den Windturbinen auf dem Mont Crosin zusammen. Ergänzt wird der Mix durch Schweizer Wasserkraft mit Herkunftsnachweis.

Das günstigste Produkt Suisse besteht aus 100% Schweizer Wasserkraft.

Was ist seit 2017 neu?

Seit 1. Januar 2017 wurde der Ökostromverkauf zu Gunsten des Produkts Biel/Bienne eingestellt. Der Strommix des ESB besteht zu 100% aus erneuerbarer Energie.

Welche Abgaben werden auf dem Strompreis erhoben?

Gemäss Reglement erhebt der ESB Abgaben für die Fonds «Förderung der Energieeffizienz» (in Höhe von 0.10 Rp./kWh) und «Förderung erneuerbarer Energie» (in Höhe von 0.20 Rp./kWh), mit denen zielführende Aktionen und Massnahmen finanziert werden.

Die Abgaben an das Gemeinwesen betragen 1.6 Rp./kWh und beinhalten die Abgabe für die öffentliche Beleuchtung (100 % zertifizierter Ökostrom noch abzuklären) und die Abgabe an die Stadt Biel.

Die eidgenössischen Abgaben zur Förderung erneuerbarer Energie (KEV) und zum Schutz der Gewässer und Fische betragen 2017 1.5 Rp./kWh.

Kann der ESB garantieren, dass genügend Strom aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist, um ganz Biel versorgen zu können?

Durch eigene Produktionen und den Zukauf von Herkunftsnachweisen, kann diese Garantie abgegeben werden.

Wie garantiert der ESB für die Echtheit des Herkunftsnachweises für erneuerbare Energie?

Erneuerbare Energien werden zwischen den Energieversorgungsunternehmen mittels sogenannten Herkunftsnachweisen gehandelt. Sämtliche Käufe und Verkäufe werden über die Firma Swissgrid als neutrale Kontrollstelle abgewickelt. Die Swissgrid stellt sicher, dass jede produzierte Kilowattstunde nur einmal als erneuerbare Energie verkauft wird und mindestens so viel erneuerbare Energie produziert bzw. eingekauft wurde, wie im Netz des Energie Service Biel/Bienne innerhalb des Jahres verbraucht wurde. Die Schweiz verfügt über ein sehr grosses Wasserkraftvolumen. So gibt es Energieproduzenten, die mehr Energie aus Wasserkraft produzieren, als sie selber in ihrem Netzgebiet absetzen können. Diese Energie steht dann anderen Werken wie dem ESB zum Kauf zur Verfügung.

Wie unterscheidet sich Strom aus erneuerbarer Energie von zertifiziertem Ökostrom und was unterstütze ich als Biel/Bienne-Kunde?

Biel/Bienne-Strom ist ausschliesslich Strom, der «naturemade star»-zertifiziert ist und zusätzliche strenge und umfassende ökologische Auflagen erfüllt. So wurde z.B. für die «naturemade star»-Zertifizierung des Kleinwasserkraftwerkes in der Taubenlochschlucht eine Fischtreppe eingerichtet, damit die Fische das Kraftwerk quasi «umgehen» und sich flussaufwärts bewegen können. Biel/Bienne-Kunden zahlen pro Kilowattstunde einen Rappen in einen Fonds für ökologische Verbesserungsmassnahmen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Strom und Ökostrom?

Physikalisch unterscheidet sich Ökostrom nicht von «normalem» Strom. Die Energie, die aus Ihrer Steckdose kommt, ist überall die gleiche, unabhängig von der Produktionsart.

Worin besteht der Wert von Ökostrom?

Der Wert von Ökostrom liegt in zusätzlichen Massnahmen zugunsten von Umwelt, Naturschutz und Biodiversität. Für die «naturemade star»-Zertifizierung muss ein Kraftwerk strenge Auflagen erfüllen. Eine Fischtreppe oder neu ein Umgehungsgerinne sind bei einem Laufkraftwerk Bedingung. Schwemmmaterial muss wieder in die Natur zurückgeführt werden, Restwasser in genügender Menge muss zu jeder Zeit beim Wehr abgelassen werden. Aus einem Teil des Verkaufserlöses wird ein Ökofonds gebildet, aus dessen Mittel weitere ökologische Verbesserungsmassnahmen im näheren oder weiteren Umfeld des Kraftwerkes finanziert werden.

Wie wird der ESB-Ökofonds gespeist und wofür werden die Mittel verwendet?

Pro verkaufte Kilowattstunde Biel/Bienne-Strom zahlt der ESB einen Rappen in den Ökofonds ein. Die Ökofonds-Verantwortlichen, zu denen Vertreter von Umweltorganisationen bzw. –behörden gehören, begutachten Projekte, für welche Beitragsgesuche vorliegen, und sprechen Beiträge für reine Renaturierungen und ökologische Verbesserungen im Einzugsgebiet der Schüss. 

Wer erteilt und kontrolliert die Zertifizierung?

Der VUE (Verein für umweltgerechte Energie), der sich aus Vertretern von Umweltschutz- und Konsumentenorganisationen sowie Energieunternehmen und weiteren interessierten Verbänden und Unternehmen zusammensetzt, erstellt die Kriterien und erteilt die Zertifizierungen aufgrund von Audits und Expertenberichten.

Einmal zertifiziert, immer zertifiziert?

Die Zertifizierung wird alle fünf Jahre mit einem Audit überprüft, die Ökostrombuchhaltung wird jährlich kontrolliert. 

Was ist Solarstrom?

Solarstrom ist aus Sonnenenergie gewonnene elektrische Energie. Sie zählt zu den erneuerbaren Energien. Die Solarpanels produzieren aus Sonnenlicht Gleichstrom, der dann in Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt wird. So kann er ins Stromnetz eingespeist, direkt vor Ort genutzt oder ohne Umwandlung in Batterien gespeichert werden.

Können Solaranlagen zertifiziert werden?

Solaranlagen kommen für die Zertifizierung infrage, wenn sie im Siedlungsgebiet oder ausserhalb davon auf bereits bestehenden Gebäuden erstellt werden. Solarkraftwerke auf unbebauten, freien Flächen in der Natur sind also nicht zertifizierbar.

Woher kommt der Windstrom im Stromprodukt Seeland?

Der ESB kauft den Windstrom für sein Stromprodukt Seeland von der Juvent SA im Berner Jura. Auf dem Mont-Crosin wandeln 16 Windturbinen die Kraft des Windes in Strom um. Das Windkraftwerk produziert jährlich rund 50 Millionen kWh, was dem Verbrauch von rund 14‘000 Haushalten entspricht. Der Windstrom vom Mont-Crosin ist «naturemade star»-zertifiziert. 

Juvent SA

Wer sind Bill und Fabienne?

Bill und Fabienne sind Wasserratten. Sie leben in der Taubenlochschlucht. Das vom Berner Kinderbuchautor Lorenz Pauli und seiner Illustratorin Katrin Schärer geschaffene Werk erfreut Gross und Klein mit Witz und Charme und bringt einfaches Wissen zu Strom und Strömung ins Spiel. Das Buch enthält neben der Geschichte mit den Abenteuern von Bill und Fabienne einen Bastel- und Experimentierteil, auf der CD finden Sie die Hörspielversion der Geschichte sowie Lieder mit Noten und Texten zum Mitsingen. Erhältlich im ESB-Shop.

Erdgas + Biogas

Wann wurde die CO2-Abgabe eingeführt?

Eine CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen (Heizöl, Erdgas) wurde per Januar 2008 eingeführt. Dies aufgrund der Verminderungsziele des Bundes bezüglich CO2-Ausstoss. Sie beträgt:

  • CHF 84 pro Tonne CO2 (seit 2016)
  • 1.496 Rp. pro kWh beim Erdgas (seit 1. Januar 2017) 

Wie entsteht der Erdgaspreis?

Zusammensetzung

Die Erdgaspreise beinhalten zum einen die Beschaffungskosten, zum anderen die Kosten für den Transport und die Verteilung des Erdgases (Leitungsinfrastruktur). Die Kosten für die Leitungsinfrastruktur sind von Versorger zu Versorger unterschiedlich und hängen ab von den spezifischen Begebenheiten (insbesondere Topographie, Versorgungsdichte, Erneuerungsbedarf, Amortisation).

Die Beschaffungskosten wiederum ergeben sich aus:

  • Langfristverträgen mit Fokus Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
  • den kurzfristigen Beschaffungen an europäischen Handelsplätzen (Spot- und Terminmärkte).

Ein Teil der Langfristverträge ist an einen Ölpreis-Index gebunden, wobei sich die Erdgaspreise mit einer zeitlichen Verzögerung von rund sechs Monaten anpassen. Dadurch sind die so indexierten Preise deutlich geringeren Schwankungen unterworfen als die sich ständig ändernden Erdgas- und Ölpreise an den Energiebörsen. 

Die Spot- und Terminmärkte gewinnen bei der Erdgas-Beschaffung zunehmend an Bedeutung. In den letzten Jahren hat die Schweizer Erdgas-Wirtschaft über Nachverhandlungen und Neuabschlüsse ihren Anteil an der ölpreisgebundenen Beschaffung auch bei den Lang- und Mittelfristverträgen substanziell reduziert, um die Flexibilität beim Einkauf zu erhöhen. 

Dieser Mix aus langfristigen und kurzfristigen Elementen der Beschaffung gibt der schweizerischen Erdgas-Wirtschaft Spielraum, um bei verschiedenen Marktsituationen Erdgas optimal und kundengerecht einzukaufen. 

In der Schweiz gibt es keinen Einheitspreis für Erdgas. Jede der rund 100 Gasversorgungen legt die Preise und Anschlusskonditionen gemäss ihrer Kunden-, Absatz- und Kostenstruktur und ihrer Geschäftspolitik in einem eigenen Tarif fest. Die Preise hängen im Wesentlichen von der Menge und Leistung ab, die ein Kunde bezieht. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht im Rahmen des Landesindexes schweizerische Durchschnittspreise. 

Treibt nicht die Monopolsituation beim Erdgas die Preise in die Höhe?

Erdgas steht bereits heute im Wettbewerb mit anderen Brennstoffen wie etwa Holz. Darum kann es nicht in unserem Interesse sein, die Preise unnötig anzuheben, weil dadurch die Konkurrenzfähigkeit von Erdgas schlechter würde.

Wo kauft der ESB das Erdgas ein?

​Mehrere städtische Versorgungsunternehmen haben vor einigen Jahren den Gasverbund Mittelland (GVM) gegründet. Dieser Verbund hat die Aufgabe, für alle Partnerunternehmen gemeinsam Erdgas einzukaufen. Durch die grössere Einkaufsmenge können wesentlich bessere Preise erzielt werden. Die Mitarbeitenden des GVM haben das entsprechende Fachwissen, die Kontakte und jahrelange Erfahrung.

Woher kommt unser Erdgas?

Das in der Schweiz verteilte Erdgas wurde in den letzten Jahren aus folgenden Ländern importiert:

  • ca. 43 % aus der EU
  • ca. 18 % aus Norwegen
  • ca. 31 % aus Russland
  • ca.  8 % Sonstige

Wie sauber ist Erdgas im Vergleich zu Erdöl?

Erdgas hat von allen fossilen Energien den geringsten Gehalt an Kohlenstoff (C) und den höchsten Anteil an Wasserstoff (H). Bezogen auf den gleichen Energiegehalt werden bei der Verbrennung von Erdgas rund 25 Prozent weniger Kohlendioxid (CO2) freisgesetzt als bei der Verbrennung von Heizöl.

CO2 hat nach den heutigen Erkenntnissen einen wesentlichen Einfluss auf die Erwärmung der Erdatmosphäre. Der Einsatz von Erdgas anstelle anderer fossiler Energien trägt zur Entlastung der Atmosphäre von CO2 und damit zur Milderung des Treibhauseffekts bei. Das gilt auch bei entsprechender Berücksichtigung der wenigen Methanverluste aus Erdgas-Leitungen, die in der Schweiz wenige Promille des landesweiten Erdgas-Absatzes ausmachen. Werden alle Emissionen treibhauswirksamer Gase entlang der gesamten Versorgungskette von Erdgas und Heizöl zusammengezählt und auf die Treibhauswirksamkeit umgerechnet, schneidet Erdgas rund 25 Prozent besser ab als Heizöl. Für neue Leitungen oder Hochdruckleitungen sieht die Bilanz noch besser aus. 

Wie umweltfreundlich sind Erdgasfahrzeuge?

Der Motor entspricht einem herkömmlichen Ottomotor. Anstatt eines Benzin-Luft-Gemisches wird ein aufbereitetes Erdgas-Luft-Gemisch in den Zylindern verbrannt.

Erdgas verbrennt im Motor bei nur geringem Ausstoss von Kohlenmonoxid (CO), Stickoxiden (NO x ) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) sowie fast ohne Partikel. Die krebserregenden Russpartikel, die beispielsweise bei der Verbrennung im Dieselmotor entstehen, gibt es bei einem Erdgasfahrzeug nicht. Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan; es ist der zurzeit kohlenstoffärmste Brennstoff und verbrennt praktisch geruchsfrei. 

Umweltvorteile

Erdgas-Fahrzeug im Vergleich zum Benzinfahrzeug

  • bis zu 25 % weniger Kohlendioxid (CO2), (Biogas ist CO2 -neutral)
  • bis zu 75 % weniger Kohlenmonoxid (CO)
  • bis zu 60 % weniger reaktive Kohlenwasserstoffe (HC)

Erdgas-Fahrzeug im Vergleich zum modernen Dieselfahrzeug

  • bis zu 5 % weniger Kohlendioxid (CO2)
  • bis zu 50 % weniger Kohlenmonoxid (CO)
  • bis zu 80 % weniger reaktive Kohlenwasserstoffe (HC)
  • bis zu 70 % weniger Stickoxide (NO x )
  • bis zu 99 % weniger Russpartikel bzw. Feinstaubemissionen

Wie lange gibt es noch Erdgas?

Wie lange die Erdgas-Vorräte reichen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Erstens gibt es noch unentdeckte Vorkommen. Zweitens hängt die Schätzung vom weltweiten Verbrauch ab. Drittens sind Fortschritt und andere Energien einzubeziehen, die den Verbrauch dezimieren können. Als grobe Schätzung von Wissenschaftlern reichen die Vorkommen ca. 160 Jahre – inklusive aller bis dahin bekannten Reserven und Ressourcen.

Wie sicher ist Erdgas?

Der ESB überwacht das Leitungsnetz permanent auf eventuelle Undichtigkeiten. Obwohl ein Gasaustritt nie ganz ausgeschlossen werden kann, ist ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet.

Im Gegensatz zu anderen Gasen ist Erdgas leichter als Luft und kann sich verflüchtigen. Die Explosionsgrenze liegt bei einer Sättigung zwischen 5–15 %. Ausserhalb dieser Grenze ist entweder zu wenig Sauerstoff oder zu viel Gas für eine Explosion vorhanden.

Vor Inbetriebnahme einer Gasinstallation werden die Leitungen abgepresst und erst durch die Installationskontrolle vom ESB freigegeben, wenn die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Flüssiggase wie Propan und Butan, welche etwa im Campingbereich verwendet werden, sind im Gegensatz zu Erdgas schwerer als Luft und stellen ein höheres Sicherheitsrisiko dar, weil in der Regel auch keine Überprüfung der Installationen durch Fachleute erfolgt.

Wie oft muss ein Gasgerät kontrolliert werden?

Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden. Heizungen werden von der Feuerungskontrolle alle zwei Jahre überprüft. Sollten zu diesem Zeitpunkt die Abgaswerte nicht mehr den Vorschriften entsprechen, muss ein Geräte-Service durchgeführt werden.

Alle baulichen Anpassungen an einer Gasinstallation müssen von ausgewiesenen Fachleuten durchgeführt werden und werden nach dem Abschluss der Arbeiten auf Ihre Sicherheit hin überprüft. Wenn mehrmals an einem Gerät die gleiche Störung auftritt, so gehört die Fehlerbehebung in die Hände eines Fachmannes.

Welche Vorteile bietet Biogas?

  1. Während Erdgas über einen Zeitraum von Millionen von Jahren entsteht, wird Biogas aus Grüngut, organischen Abfallstoffen und Klärschlamm hergestellt. Biogas ist somit erneuerbar, CO2-neutral und es verbessert die Ökobilanz massgeblich. Mit Biogas besteht die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der Schadstoffemissionen zu leisten.
  2. Das CO2-neutrale Biogas verfügt über die gleichen Vorteile wie Erdgas: hoher Anwendungskomfort, wartungsarme und rückstandsfreie Verbrennung und keine Beanspruchung von zusätzlichem Lagerraum.
  3. Im Gegensatz zur Nutzung anderer erneuerbarer Energien müssen keine zusätzlichen Investitionen in die Heizungsanlage getätigt werden. Biogas fliesst über das gleiche Transport- und Verteilnetz wie Erdgas.

Wie unterscheidet sich Biogas von Erdgas?

Erdgas und Biogas sind physikalisch die gleichen Produkte. Beide sind farb- und geruchlos. Der Unterschied: Erdgas ist ein fossiler Energieträger und ist über Jahrmillionen aus organischen Materialien entstanden. Biogas gilt als erneuerbarer Energieträger und wird heute aus organischen Materialien neu produziert. Deshalb bezeichnet man Biogas teilweise auch als «erneuerbares Erdgas». Biogas gilt als CO2-neutral, weil die Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen und die Freigabe bei der Verbrennung zeitlich nahe beieinander liegen.

Wenn ich Biogas beziehe: Fliesst dann aus der Leitung etwas anderes als beim Kollegen, der mit Erdgas heizt?

Biogas wird aufbereitet und in das bestehende Erdgasnetz eingespeist. Das Prinzip ist vergleichbar mit jenem beim Ökostrom. Wer Biogas bezieht, kauft neben der eigentlichen Energie zusätzlich einen ökologischen Mehrwert, nämlich erneuerbare und CO2-neutrale Energie in Form von Biogas. Diese Menge Biogas wird an einem anderen Ort real produziert und garantiert ins Erdgas-Netz eingespeist. Die Schweizerische Oberzolldirektion (OZD) überwacht die Mengenbilanzierung mit Hilfe einer Clearingstelle.

Woher kommt das Biogas des ESB?

Der ESB bezieht das Biogas von energie 360° Zürich. energie 360° Zürich erzeugt ausschließlich Biogas, welches aus organischen Abfallstoffen und Klärschlamm gewonnen wird. Der ESB bezieht kein Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. aus Mais. Wir wollen keinesfalls eine Konkurrenz zu Lebens- oder Futtermitteln aufbauen. Bei der Beschaffung achten wir insbesondere auf die Herkunft und Qualität des Biogases.

Welche Bedeutung hat Biogas für den Energie Service Biel/Bienne?

Der ESB engagiert sich für die Umwelt und investiert verstärkt in erneuerbare Energien. Mit der CO2-neutralen Energie Biogas, die aus Abfallstoffen (z.B. Grüngut und Klärschlamm) gewonnen wird, bieten wir unseren Kunden eine optimale Lösung mit grossem Zukunftspotenzial. Erdgas wird auch in Zukunft ein wichtiges Standbein des ESB bleiben. Zumal sich Erdgas hervorragend mit erneuerbaren Energien, wie z.B. Biogas, Holz- und Sonnenenergie kombinieren lässt. Erdgas weist unter den fossilen Energieträgern zudem die geringsten CO2-Emissionen aus.

Wer kann Biogas nutzen?

Grundsätzlich können alle, die mit Erdgas heizen, kochen oder fahren, ihren Verbrauch oder einen Teil davon durch Biogas ersetzen. Die bestellte Biogas-Menge wird von energie 360° Zürich ins Erdgas-Netz eingespeist. An der physischen Gaslieferung ändert sich nichts.

Was kostet Biogas?

Aufpreis für den ökologischen Mehrwert von Biogas (ohne physische Gaslieferung):

5 % des Gesamtbezugs Mehrpreis von 0.5 Rp./kWh
20 % des Gesamtbezugs Mehrpreis von 1.8 Rp./kWh
50 % des Gesamtbezugs Mehrpreis von 4.0 Rp./kWh
100 % des Gesamtbezugs Mehrpreis von 8.0 Rp./kWh

 

Warum ist Biogas teurer als Erdgas?

Die Produktion und Aufbereitung von Biogas ist aufwändiger und teurer als die Übernahme von Erdgas-Mengen aus dem internationalen Erdgas-Transportnetz. Andererseits reduziert Biogas unsere Abhängigkeit von den Förderländern. Während Erdgas nur in bestimmten Gebieten der Erde vorkommt, kann Biogas auch in der Schweiz oder im benachbarten Ausland hergestellt werden. Organische Abfälle und Klärschlamm als Ausgangsstoff für Biogas sind ausreichend vorhanden.

Muss für den Biogas-Anteil keine CO2-Abgabe entrichtet werden?

Nein, denn Biogas ist CO2-neutral. Reines Biogas unterliegt deshalb nicht der CO2-Abgabe. Bei Produkten mit einem Biogas-Anteil wird die CO2-Abgabe nur auf den Erdgas-Anteil erhoben. Die Reduktion der CO2-Abgaben für den Biogas-Anteil wird auf der Rechnung separat ausgewiesen.

Wovon ist der Biogas-Preis abhängig?

Der Biogas-Preis ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Produktions- und Aufbereitungskosten
    Aus Grüngut, Klärschlamm und anderen organischen Abfallstoffen wird in einem ersten Schritt das Rohgas produziert, das in einem zweiten Schritt zu Biogas in Erdgas-Qualität aufbereitet wird.
  • Entwicklung des Biomasse- und Entsorgungsmarkts
    Die Betreiber von Biogas-Anlagen beziehen ihre Einnahmen einerseits aus dem Verkauf von Biogas und andererseits aus den Gebühren für die Grüngut- und Abfallverwertung. Der zunehmende Wettbewerb um den Rohstoff Biomasse hat zur Folge, dass die Einnahmen aus der Grüngut- und Abfallverwertung tendenziell sinken.
  • Physische Gaslieferung und Netznutzungskosten
    Biogas wird wie Erdgas unterirdisch transportiert und beansprucht das gleiche Transport- und Verteilnetz in der Schweiz. Dieser Kostenfaktor ist vergleichbar mit jenem von Erdgas.
  • Wie beim Erdgas richten sich die Kosten für die physische Lieferung von Biogas und für die Netznutzung nach der jeweiligen Anwendung und dem Bezugsverhalten. Die Netzbeanspruchung ist unterschiedlich, je nachdem, ob das Biogas fürs Heizen, Kochen oder für gewerbliche und industrielle Anwendungen benutzt wird.

Wie entwickelt sich der Biogas-Preis in Zukunft?

Der ESB strebt längerfristig eine Verringerung der Preisdifferenz zwischen Erd- und Biogas an. Wir gehen davon aus, dass der Preis für das importierte Erdgas stärker steigen wird als jener für das selbst produzierte Biogas aus Abfallstoffen. Somit dürfte sich die Preisdifferenz langfristig reduzieren.

Wasser

Kann man das Wasser aus dem Wasserhahn trinken?

Ja, das Bieler Leitungswasser kommt in guter Qualität direkt ins Haus.

Welche Leistungen erbringt die Wasserversorgung?

Eine Trinkwasserversorgung sorgt für die Wassergewinnung, den Transport, die Wasserspeicherung, die Qualitätskontrolle, die Bereitstellung von Löschwasser und schliesslich die Wasserfeinverteilung an die Kunden.

Ist Wassersparen sinnvoll?

In der Schweiz sind wir in der glücklichen Lage, über umfangreiche Wasserressourcen zu verfügen,  so dass der Wasserbedarf an den meisten Orten gedeckt werden kann.

Warmwasser sparen bringt’s: Bei Warmwasser aus dem Hahn ist der Energiebedarf durchschnittlich 150-mal grösser als bei Kaltwasser! Ein bewusster Umgang mit Warmwasser spart Energie und Geld.

Tipps:

  • Warmwasser nur verwenden, wenn nötig: Geschirr vorspülen und Händewaschen kann man z.B. problemlos auch kalt
  • Geschirrspüler verwenden, anstatt von Hand abzuwaschen
  • Kurz duschen statt baden
  • Energieeffiziente Geräte einsetzen
  • Bei niedrigen Temperaturen waschen
  • Bewusster Umgang mit virtuellem Wasser

Woher kommt das Schweizer Trinkwasser?

​Trinkwasser wird in der Schweiz zu 40 % aus natürlichen Quellen gewonnen, weitere 40 % werden aus dem Grundwasser gefördert und 20 % aus Oberflächenwasser naturnah aufbereitet. Das Bieler Trinkwasser setzt sich zusammen aus: Seewasser, Grundwasser und Quellwasser.

Wodurch unterscheidet sich natürliches Mineralwasser gegenüber Trinkwasser?

Damit ein Wasser als «natürliches Mineralwasser» bezeichnet werden darf, muss es – im Gegensatz zu Trinkwasser – aus natürlichen Quellen oder unterirdischen Wasservorkommen besonders sorgfältig gewonnen werden. Es muss eine besondere geologische Herkunft und einen gleichbleibenden natürlichen Mineraliengehalt aufweisen.

Natürlichem Mineralwasser dürfen keine Mineralien zugefügt oder entzogen werden. Die Mineralwasser aus verschiedenen Quellen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Gehalt an Mineralien. Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Fluorid (F) sind in Mineralwassern in so grossen Mengen vorhanden, dass sie sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Von Bedeutung ist zudem die Angabe über Sulfat (mehr als 800 Milligramm pro Liter können abführend wirken), Natrium (zuviel ist ungesund) und Nitrat (je weniger, desto besser). Trinkwasser und Mineralwasser müssen in der Schweiz den gleichen strengen qualitativen Anforderungen.

Preislich haben die Mineralwasser deutlich das Nachsehen gegenüber dem Hahnenwasser: Letzteres ist nämlich rund tausendmal günstiger. Aus ökologischer Sicht hat Hahnenwasser den Vorteil, dass es vergleichsweise wenig Energie für die Produktion und Verteilung benötigt. Man denke an die Unmengen Verpackungsmaterial, die die verschiedenen Mineralwasser «verschlingen», und an deren umweltbelastenden Transport.  

Was ist gesünder: Mineral- oder Leitungswasser?

​Schweizer Leitungswasser ist von guter Qualität, denn das Trinkwasser wird in der Schweiz streng überwacht, kontrolliert und muss hohen Qualitätsanforderungen genügen. Die Zeitschrift «Saldo» liess 2017 in einem spezialisierten Labor 20 stille Mineralwasser sowie 678 Leitungswasserproben auf gesundes Kalzium und Magnesium untersuchen. Ergebnis: Es lohnt sich in der Regel nicht, stilles Mineralwasser zu kaufen. Die meisten Leitungswasserproben schnitten gut ab. 

Wie wird die einwandfreie Qualität des Trinkwassers garantiert?

Die Gesetzgebung der Schweiz hält klar fest, welchen Anforderungen Trinkwasser zu genügen hat. In der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) werden die Anforderungen an das Trinkwasser und die Wasserversorgungsanlagen geregelt.  

Die Wasserqualität in Biel genügte in der Vergangenheit jederzeit den gesetzlichen Anforderungen. Dieser hohe Standard wird durch sichere Anlagen, geschultes Personal und regelmässige Kontrollen des Wassers sichergestellt. Im ESB-Labor und in externen Labors werden die Wasserproben analysiert. Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Selbstkontrolle führen wir Wasseranalysen durch und bestimmen mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter und ausserdem Spurenstoffe.

Ist rostiges Wasser gesundheitsschädlich?

Rostiges Wasser ist grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich, jedoch erfüllt das Wasser aufgrund der Färbung und der geschmacklichen Veränderung nicht die Anforderungen, die wir an gutes Trinkwasser stellen. In den meisten Fällen ist die Ursache der zu geringe Durchfluss in den Wasserleitungen im Haus oder eine zu gross dimensionierte Wasserleitung.

Die einfachste Möglichkeit um festzustellen, ob die Ursache im Haus liegt: Am Wasserhahn in der Nähe des Wasserzählers (z.B. in der Waschküche im Keller) das Wasser testen. Sollte auch an dieser Stelle das Wasser regelmässig rostig sein, bitten wir Sie, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen. Gegen rostiges Wasser hilft meistens nur das gründliche Spülen der Leitungen (2 bis 3 Minuten an allen Armaturen).

Was ist mit dem Begriff «Wasserhärte» genau gemeint?

Die Wasserhärte ist ein Mass für Kalzium und Magnesium im Wasser. Vereinfacht kann man sich darunter den Kalkgehalt des Wassers vorstellen. Die Wasserhärte wird in der Schweiz in französischen Härtegraden (ofH) gemessen. Die Skala reicht von 0 ofH (sehr weich) bis ca. 50 ofH (hart).

Wasser fliesst durch Gesteinsschichten und über Steine und Schotter, bevor es für den Menschen nutzbar an die Oberfläche kommt. Auf seinem Weg nimmt es neben vielen anderen Mineralien auch Kalzium- und Magnesiumteilchen auf. Je mehr davon im Trinkwasser gelöst sind, desto härter wird es. Dies beeinträchtigt die Qualität des Wassers nicht, hat aber Einfluss auf den Geschmack.

Mehr Informationen zum Thema Wasserhärte finden Sie auf:
trinkwasser.ch 

Wie hart ist das Bieler Trinkwasser?

In Biel wird Wasser aus verschiedenen Quellen gemischt abgegeben. Die Härte variiert demzufolge und bewegt sich im Bereich «weiches Wasser bis ziemlich hartes Wasser» von 10 bis 29 ofH (französische Härtegrade).

Die aktuellen Messwerte finden Sie auf trinkwasser.ch:
Messwerte

Ist es nötig, für das Waschen einen Enthärter zu verwenden?

Werden die Dosiervorschriften des Waschmittelherstellers berücksichtigt, ist ein zusätzlicher Enthärter (zum Beispiel Calgon) nicht nötig.

Warum wurde mir der Unterbruch der Wasserversorgung nicht mitgeteilt?

Wahrscheinlich handelte es sich um einen Rohrbruch, der auch für den ESB überraschend kommt und nicht angekündigt werden kann. Bei geplanten Leitungsbauarbeiten werden die Unterbrüche angekündigt.

Nach einem Unterbruch der Wasserversorgung kommt das Wasser stossweise aus dem Hahn und spritzt – was tun?

Entlüften Sie zuerst die Leitungen über die Badewanne (Achtung: es spritzt!) bis sauberes Wasser ohne Luft aus dem Wasserhahn läuft. Dann drehen Sie langsam einen Wasserhahn nach dem anderen wenig auf und lassen Wasser laufen, bis die Luft entwichen und das Wasser sauber und klar ist.

E-Mobilität

Welche Lade-Infrastruktur bietet der ESB an und wo in Biel befinden sich seine E-Ladestationen?

Eigenschaften der öffentlichen ESB E-Ladestationen:

Verbindung: Smart E-Ladestationen verbunden mit dem europäischen Intercharge Netz

Lademöglichkeiten:

  • Intercharge Direct: Ohne Abonnement (mithilfe eines Smartphone)
  • Intercharge: Mit Abonnement eines Partners ( RFID oder Smartphone)

Technische Eigenschaften:

  • dreiphasig (AC)
  • Leistung 22kW oder 11kW
  • Anschluss Typ2 (Modus 3)

Ladestationen und Leistung:

Parking «Bahnhof», Bahnhofplatz 6, Biel:
Zwei Parkplätze zur Verfügung
2x 22kW, Anschluss Typ 2, dreiphasig (AC) – Steckdose 16A/400V

Parking «Altstadt», Freiestrasse 15, Biel:
Vier Parkplätze zur Verfügung
4x 22kW, Anschluss Typ 2, dreiphasig (AC) – Steckdose 16A/400V

Parking «Längfeld» (Tissot Arena Süd), Längfeldweg, Biel:
Vier Parkplätze zur Verfügung
4x 22kW, Anschluss Typ 2, dreiphasig (AC) – Steckdose 16A/400V

Parking «Kongresshaus», Silbergasse 39, Biel:
Vier Parkplätze zur Verfügung
4x 22kW, Anschluss Typ 2, dreiphasig (AC) – Steckdose 16A/400V

Besucherparkplatz ESB-Hauptsitz, Gottstattstrasse 4, Biel:
Zwei Parkplätze zur Verfügung
2x 11kW, Anschluss Typ 2, dreiphasig (AC) – Steckdose 16A/400V

Welche Fahrzeuge können an den E-Ladestationen des ESB aufgeladen werden?

Es eignen sich alle Elektrofahrzeuge, die mit dem Typ2/Modus 3 kompatibel sind und zum Gebrauch auf Schweizer Boden berechtigt sind.

Wie erhalte ich Zugang zu den E-Ladestationen des ESB?

Mit Intercharge Direct ist der Zugang zur Infrastruktur allen möglich (ohne Abonnement, ohne Registration). Sie benötigen lediglich ein Smartphone, um sich bei der Ladesäule anzumelden, den Ladevorgang zu starten und das Laden zu steuern.

Wie lange soll ich mein Elektrofahrzeug an der Ladestation angeschlossen lassen, um es «voll zu laden»?

Die Ladedauer hängt im Wesentlichen von der Ladekapazität Ihres Fahrzeugs, der Restladung der Batterien und der Kapazität der Ladesäule ab. Eine Komplettladung dauert zwischen 30min und sechs Stunden.

Wie lange kann ich mein Elektrofahrzeug maximal aufladen?

Die Maximaldauer beträgt im Parking «Kongresshaus» zehn Stunden. Diese Zeitspanne sollte reichen, um alle aktuell auf dem Markt erhältlichen Elektrofahrzeuge zu 100 % aufzuladen.

Wieviel kostet das Aufladen?

Der ESB stellt Ihnen aktuell die Elektrizität kostenlos zur Verfügung. 

Wie starte ich den Ladeprozess (nach dem Einstecken des Kabels)?

Siehe auch Bedienungsanleitung auf unserer Website oder direkt bei der Ladestation!

  1. Den QR-Code mit einem geeigneten Scanner (Smartphone-App) einscannen oder mit der NFC-Funktion des Smartphones die Ladestation aktivieren oder über die Internetseite m.intercharge.eu die Nummer der Ladesäule (CH*ESB*Exxxx) eingeben.
  2. Die Ladestation wird auf dem Display angezeigt. Folgen Sie den Instruktionen und bestätigen Sie den Ladevorgang.
  3. Anschliessend den Ladevorgang mit dem Smartphone steuern.
  4. Bevor Sie losfahren: Stoppen Sie den Ladeprozess über Ihr Smartphone oder indem Sie Ihr Fahrzeug entriegeln.

Ich schaffe es nicht, das Kabel (Typ2) an die Ladestation anzuschliessen. Wie funktioniert es?

Bei manchen Ladestationen ist die Steckdose durch einen «Shutter» geschützt. Führen Sie den Ladestecker in den Ring der Steckdose ein und drehen Sie ihn nach links. Hierdurch öffnet sich der «Shutter» (die Verriegelung) und der Stecker kann nun vollständig eingesteckt werden.

Ich schaffe es nicht, das Kabel aus der Ladestation oder aus dem Fahrzeug zu ziehen. Was tun?

Während des Ladeprozesses ist das Kabel aus Sicherheitsgründen sowohl am Fahrzeug wie auch an der Ladesäule blockiert. Sobald Sie Ihr Fahrzeug entriegeln, stoppt der Ladeprozess und Sie können das Kabel vom Fahrzeug abziehen. Wenn Sie das Kabel vom Fahrzeug abgezogen haben, wird jenes an der Ladesäule automatisch auch freigegeben.

Wenn Sie den Ladeprozess mit Hilfe Ihres Smartphones oder direkt an der Ladestation beenden, entriegelt sich automatisch das Kabel an der Ladesäule, aber nicht jenes am Fahrzeug. Um auch dieses Kabel aus der Blockade zu lösen, müssen Sie Ihr Fahrzeug entriegeln. Wenn sich das Kabel an der Ladestation nicht automatisch entriegelt, öffnen Sie Ihr Fahrzeug und entfernen Sie das Kabel vom Fahrzeug, dies entriegelt automatisch das Kabel auf Seiten der Ladestation.

Der Ladeprozess startet nicht, resp. das Fahrzeug wird nicht aufgeladen.

Versichern Sie sich, dass das Kabel an beiden Kontaktstellen (Ladesäule und Fahrzeug) korrekt angeschlossen ist. Bei gewissen Fahrzeugen beginnt der Ladeprozess erst, wenn das Fahrzeug abgeschlossen (verriegelt) ist. Versichern Sie sich, dass Ihr Auto verriegelt ist.

Energie selber erzeugen

Warum soll ich eigenen Strom produzieren und was muss ich dabei beachten?

Im Rahmen der Energiewende lohnt es sich, darüber nachzudenken, sich selber mit Strom zu versorgen und damit erneuerbare Quellen zu fördern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Strom selbst zu erzeugen. In der Regel ist allerdings zunächst eine grössere Investition nötig, die sich erst nach einer Weile rechnet. ESB berät Sie gerne bei der richtigen Wahl.

Welche Möglichkeiten habe ich mit meiner Energieeigen­erzeugungsanlage?

Es gibt zwei Varianten für Energieeigenerzeugungsanlagen (EEA):

Überschussmodell
Diese Variante eignet sich für Produzenten, die den produzierten Strom in erster Linie selber verwenden, um ihren Eigenverbrauch zu decken. Wenn die EEA mehr Strom liefert, als im Gebäude verbraucht wird, fliesst die überschüssige Menge ins Netz. Die Netzbetreiber sind per Gesetz dazu verpflichtet, die von Ihnen produzierte Menge Strom abzunehmen und ins Netz einzuspeisen. Dafür erhalten Sie eine Vergütung für die sogenannte Stromrücklieferung.

Marktmodell
Sie können aber auch eine Anlage installieren und den ganzen von Ihnen produzierten Strom verkaufen. Dies ist v.a. für KEV-Anlagen interessant. Als Produzent von Energie aus erneuerbaren Quellen können Sie Ihren Strom über die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) entschädigen lassen. Die Höhe der KEV ist je nach Anlage unterschiedlich.

Aus welchen erneuerbaren Quellen kann ich selber Strom produzieren?

Energie aus erneuerbaren Quellen kann mit Sonne, Wasser, Wind, Holz oder Biogas erzeugt werden. Sehr bekannt und beliebt sind Photovoltaikanlagen (PVA) auf dem Gebäudedach. Diese sollten jedoch unbedingt von Fachleuten geplant und installiert werden.

Kann ich auch Strom aus nicht erneuerbaren Quellen produzieren?

Mittels einer Kraft-Wärme-Koppelungsanlage (Blockheizkraftwerk) können Sie mit Ihrer Heizung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Diese Blockheizkraftwerke sind besonders effizient, weil kaum Energie durch Abwärme verloren geht. Somit kann auch Strom mit Gas oder Öl erzeugt werden.

Wie funktioniert die Stromrücklieferung?

Der Nachteil von Strom aus erneuerbaren Quellen ist, dass Erzeugungsmenge und Zeitpunkt schlecht steuerbar sind. So produziert beispielsweise Ihre PVA an einem sonnigen Mittag auf Hochtouren so viel Strom, wie Sie unmöglich zeitgleich verbrauchen können. Den überschüssigen Strom speisen Sie ins ESB-Netz ein, das somit als «virtueller Stromspeicher» dient. In der Nacht oder bei regnerischem Wetter produziert Ihre Anlage nichts. Sie beziehen also den benötigten Strom wiederum aus dem Netz.

Brauche ich eine Bewilligung, wenn ich eine Energieeigen­erzeugungsanlage (EEA) ans Verteilnetz anschliessen will?

​Ja, wenn Sie Ihre Eigenerzeugungsanlage für elektrische Energie ans Verteilnetz anschliessen wollen, brauchen Sie dafür vom ESB eine Bewilligung. Der ESB unterstützt Sie bei folgenden Arbeiten:

Prüfung des Anschlussgesuches
Prüfung, ob die technischen Bedingungen einen problemlosen Anschluss Ihrer Produktionsanlage an das bestehende Verteilnetz des ESB erlauben.

Netzplanung
Vor der Bewilligung der Anlage arbeiten wir Netzberechnungen und Netzplanungen aus.

Anlagebeglaubigung
Produktionsanlagen für elektrische Energie müssen beglaubigt werden. Dies kann entweder durch den Netzbetreiber (also ESB) oder durch einen Auditor geschehen. Sie haben die Wahl

Persönliche Beratung
Bei Fragen zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV), zu Förderbeiträgen von Bund oder Kanton sowie zu den Rückliefertarifen von ESB beraten wir Sie gerne.

Was ist die KEV?

In seiner Energiestrategie sieht der Bundesrat einen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2050 vor. Das revidierte Energiegesetz schreibt vor, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu erhöhen. Es enthält dazu ein Paket von Massnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Hauptpfeiler ist dabei die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) für Strom aus erneuerbaren Energien. Damit werden Produzenten unterstützt, deren Anlagen Strom aus erneuerbarer Energie erzeugen. Dazu gehören neben der Wasserkraft, die Biomasse, die Geothermie sowie die Wind- und Sonnenenergie.

Wieviel erhalte ich für den eingespeisten Strom?

Sofern Ihre Stromproduktion nicht von Swissgrid übernommen wird (KEV), vergütet der ESB die Energie zum Tarif über die Stromrücklieferung unabhängiger Produzenten. Dabei unterscheiden wir zwischen Strom aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Primärenergien, sowie zwischen regelmässiger und unregelmässiger Rücklieferung.

Brauche ich einen separaten Zähler für meine EEA?

Überschussmodell:
Sie brauchen keinen separaten Zähler, die Energieflüsse können in beiden Richtungen mit dem gleichen Zähler gemessen werden.

Marktmodell:
Sie brauchen einen separaten Zähler, da Sie die gesamte produzierte Energie ins Netz einspeisen. Die Kosten für Installation und Montage der notwendigen Messeinrichtung gehen zu Ihren Lasten.

Welche Formalitäten sind beim Bau einer EEA zu beachten?

Sie müssen Ihre Eigenerzeugungsanlage im Netz des ESB anmelden. Die folgenden technischen Unterlagen wird Ihnen gerne Ihr Elektroinstallateur ausfüllen:

  • Anmeldung für EEA Anlagen
  • Gesuch für EEA Anlagen (Gesuch VSE)
  • Installationsanzeige
  • Doppel der an ESTI eingereichten Planvorlage bei Anlagen über drei resp. zehn kVA

Solar

Was ist Solarenergie?

Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die Energie der Sonnenstrahlung, die in Form von elektrischem Strom, von Wärme oder von chemischer Energie technisch genutzt werden kann.

Sonnenstrahlung ist die elektromagnetische Strahlung, die auf der Sonnenoberfläche aufgrund ihrer Temperatur von ca. 5 500°C entsteht; diese hohe Temperatur entsteht durch Kernfusionsprozesse im Sonneninneren (dem Wasserstoffbrennen).

Sonnenenergie lässt sich sowohl direkt (z.B. mit Photovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoren) als auch indirekt (z.B. mittels Wasserkraftwerken, Windanlagen und in Form von Biomasse) nutzen.

Welches Dach eignet sich für eine Solaranlage?

Ob sich eine Dachfläche für die Nutzung von Solarenergie eignet, muss objektbezogen beurteilt werden. Für die Stadt Biel gibt es ein Solarkataster, der das Potenzial der Dächer farblich ausdrückt.

Solarkataster

Prüfen Sie den Zustand des Daches

Wir empfehlen, vor der Installation einer Solaranlage das Dach auf Reparaturbedarf zu überprüfen. Muss es repariert werden, können Sie in Betracht ziehen, die Photovoltaik-Module direkt in das Dach zu integrieren (anstelle von Ziegeln). Die Art des Dachbelages ist für die Installation von Solaranlagen irrelevant. Ist die Anlage einmal installiert, können Sie sie während 20 bis 30 Jahren nutzen. Das Dach muss jedoch öfter gewartet werden.

Prüfen Sie die Statik des Daches

Ihr Dach muss das Gewicht der Solaranlage tragen und darüber hinaus den Belastungen durch Schnee und Wind widerstehen können. Informieren Sie sich über die Schneefall- und Windverhältnisse Ihrer Region bei einem Spezialisten (Solarinstallateur, Dachdecker, Baudepartement, Meteo Schweiz, o. ä.)

In welcher Zeit habe ich die Solar-Anlage amortisiert?

Wenn Sie Strom produzieren:
Der selbst verbrauchte Strom Ihrer PV-Anlage erspart Ihnen den Zukauf von Strom aus dem öffentlichen Netz. Je höher die Strompreise in Zukunft steigen, desto besser ist die Rentabilität Ihrer PV-Anlage. Kann vom eigenproduzierten Strom ein Drittel (33 %) selber konsumiert werden, ergeben sich jährliche Einsparungen und Erträge aus der Rückspeisung (Verkauf an regionalen Energieversorger), mit denen die Anlage in 25 Jahren amortisiert werden kann. Gelingt es, den Eigenverbrauch auf 66 % anzuheben, ist die Anlage bereits nach 18 Jahren abgeschrieben (Basis: ESB-Tarife / Kosten 2015).

Wenn Sie Warmwasser produzieren:
Eine optimal dimensionierte Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung spart etwa 60 % der jährlichen Kosten für die Warmwasseraufbereitung und 15 % der Heizkosten. In gut isolierten Neubauten können die Einsparungen bei den Heizkosten deutlich höher sein (bis zu 30 %). Bedenken Sie, dass die Höhe der Einsparungen stark von der Personenanzahl im Haushalt abhängt. Ziehen beispielsweise die Kinder während der langen Lebensdauer einer Solarthermie-Anlage aus, sinkt der Einsparbetrag erheblich.

Eine Flachkollektoranlage braucht mindestens acht Jahre, eine Vakuumröhrenkollektor-Anlage etwa 14 Jahre bis sie amortisiert ist. Ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftet die solarthermische Anlage sozusagen umsonst Wärme.

Energetische Amortisation:
Aus ökologischer Sicht spielt die energetische Amortisation eine wichtige Rolle. Sie definiert den Zeitpunkt, ab dem die Solaranlage mehr Energie erwirtschaftet, als ihre einstige Produktion benötigt hat. Hierfür werden auch die Energie für den Transport, der Betriebsaufwand und die Entsorgung der Anlage berücksichtigt. Bei solarthermischen Anlagen zur Wassererwärmung dauert die energetische Amortisation rund 1,5 Jahre, bei kombinierten Anlagen zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung 2-4 Jahre.

Wie ökologisch ist Solarenergie tatsächlich?

Wenn Sie Strom produzieren:
Solarstrom ist nicht klimaneutral aber trotzdem umweltfreundlich. Nicht klimaneutral, weil während des gesamten «Lebensweges» der PV-Anlage (Herstellung der Solarzellen, der Module, der Montagesysteme, der Wechselrichter, etc.) Strom verbraucht wird. Je nach eingesetztem Strommix und dessen Anteil an Kohlestrom und Strom aus Gaskraftwerken ist dieser Verbrauch mit mehr oder weniger hohen Treibhausgasemissionen verbunden. Zudem werden bei der Produktion von Silizium und Glas fossile Brennstoffe eingesetzt, was direkte Kohlendioxidemissionen verursacht.

Und trotzdem ist Solarenergie umweltfreundlich, weil der Bau von PV-Anlagen und der Konsum von Solarstrom die Produktion von Elektrizität aus Kohle-,Gas- oder Kernkraftwerken im In- und Ausland reduzieren.

Ein Ausbau von PV-Anlagen kann seinen Teil dazu beitragen, die Umweltintensität der Stromproduktion zu reduzieren. Insbesondere lassen sich mit Solarstrom die Treibhausgasemissionen und radioaktive Abfälle reduzieren.

Wenn Sie Warmwasser produzieren:
Sonnenkollektorsysteme verursachen während des Betriebs keine direkten Emissionen und verringern im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen deutlich die CO2- und Feinstaub-Emissionen. Bereits nach wenigen Betriebsjahren hat ein Kollektor einer Heizung dieselbe Menge an Energie zugeführt, die für die Produktion usw. des Kollektors aufgewendet wurde.

Wie kann ich die produzierte Energie verwenden?

Wenn Sie Strom produzieren:
Am effizientesten ist es, wenn Sie den produzierten Strom Ihrer PV-Anlage selbst verbrauchen. Anstatt ihn ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen und später wieder Energie aus dem Netz zu beziehen, können Sie die selber produzierte Energie quasi gratis nutzen. Das ist sparsamer, und der Energieverlust durch den Transport wird minimiert

Bei überschüssig produzierter Energie ist der ESB verpflichtet, diese abzukaufen (Abnahmeverpflichtung gemäss Energiegesetz). Die Vergütungshöhe dieser Energie ist unterschiedlich:

Preisblatt Stromrücklieferung

Kostendeckende Einspeisevergütung

Der Bauherr/Eigentümer entscheidet, welche Nutzung resp. Vergütungsart für seine Anlage in Frage kommt.

Bei zu wenig produzierter Energie springt der ESB automatisch als Stromlieferant ein. Die bezogene Energie wird Ihnen zu den aktuell gültigen Tarifen in Rechnung gestellt.

Neu: Eigenverbrauchs­gesellschaften
Seit 2015 können Eigenverbrauchs­gemeinschaften gebildet werden. Der ESB unterstützt diese Art des Eigenverbrauchs.

Kann ich die Kosten einer Solaranlage von den Steuern abziehen?

Investitionskosten und Unterhaltskosten
Bei den Investitionskosten für eine Solaranlage handelt es sich um wertvermehrende Aufwendungen. Die steuerrechtlichen Bestimmungen sehen jedoch vor, dass Investitionen, die zur Nutzung erneuerbarer Energien beitragen, als Unterhalt gelten und entsprechend von den Steuern abziehbar sind. Die Abzugsberechtigung bezieht sich allerdings nur auf die Anbringung von Installationen auf oder an bestehende Bauten.

Einspeisevergütung (KEV)
Die Einspeisevergütung muss als Einkommen aus unbeweglichem Vermögen versteuert werden. Das gilt auch in jenen Fällen, in denen (noch) keine kostendeckende Einspeisevergütung vereinbart werden konnte.

Wie sieht die Wartung einer Solaranlage aus?

Wenn Sie Strom produzieren:
Die Solarmodule werden zuerst einer Sichtkontrolle unterzogen. Dabei wird die PV-Anlage zum einen auf Verschmutzung und Verschattung kontrolliert, zum anderen auf Intaktheit. Ein Glasbruch beispielsweise kann die elektrische Funktion des Solarmoduls beeinträchtigen.

Falls möglich, sollte man die Unterkonstruktion des Solargenerators ebenfalls überprüfen, um Bruchschäden der Dacheindeckung zu erkennen. Diese treten bevorzugt an den Stellen auf, wo der Dachhaken aufliegt.

Mit Blechschrauben befestigte Deckprofile der Modulhalterung werden nach einem schneereichen Winter überprüft, damit alles fest sitzt.

Wichtig ist auch die Kontrolle der Betriebsstatusanzeige des Wechselrichters.

Beim Einsatz eines so genannten Solarverteilers, mit dem mehrere Solarstränge parallel gesammelt werden, sind die äusseren Gehäuseteile sowie die Kabelführungen zu überprüfen. Weiter sollte auch der feste Sitz aller elektronischen Verbindungen, insbesondere auf der Gleichspannungsseite, überprüft werden. Es könnten sich Klemmverbindungen oder -schrauben lösen und zu erhöhten Übergangswiderständen führen.

Ordnungsgemäss installierte Solaranlagen sind mit Überspannungsableitern ausgerüstet, die bei Blitzeinschlägen den Wechselrichter schützen. Auf der Wechselspannungsseite können speziell im Zählerschrank eingebaute Überspannungsableiter nach mehrfachem Ansprechen defekt sein. Dies kann visuell überprüft werden. Alle wartungsrelevanten Arbeiten können mittels eines Wartungsvertrages abgewickelt werden. Wartungsverträge werden von Solarinstallateuren oder auch vom EBS angeboten.

Wenn Sie Warmwasser produzieren:
Die Kollektoren werden zuerst einer Sichtkontrolle unterzogen. Diese kann der Bauherr/Eigentümer selber vornehmen und sich dabei am Abnahmeprotokoll sowie an den anlagerelevanten Daten orientieren. Wir empfehlen eine Überprüfung der Anlage im Zwei-Jahres-Takt.

Alle fünf Jahre sollte eine professionelle Wartung (durch einen Fachbetrieb) durchgeführt werden. Sie kann das ganze Jahr über erfolgen. Die Wartung kurz vor dem Winter durchzuführen macht dann Sinn, wenn Zweifel an der Frostsicherheit des Wärmeträgermediums bestehen und eine Kontrolle der Kollektoren auf dem Dach wegen Unfallgefahr im Winter nicht möglich ist. Die Ausnahme bilden Röhrenkollektoranlagen, bei denen defekte Röhren durch Abtauen von Schnee erkannt werden können.

Die Wartung (Sichtkontrolle, Funktionsprüfung und Messungen) umfasst sieben Baugruppen.

Nützliche Info-Links zum Thema