Die Stromversorgung
Das Strom-Verteilnetz
Über das Verteilnetz wird die gesamte Stadt Biel mit elektrischer Energie versorgt. Der Strombedarf der Stadt wird zu etwa 25 Prozent durch Eigenproduktion gedeckt. Das Kraftwerk Taubenloch befindet sich im Eigentum des ESB, während die Stadt Biel 50-prozentige Teilhaberin der Produktionsgesellschaft BIK AG (Bielersee Kraftwerke AG) ist. So besitzt die Stadt Biel die Hälfte der Laufkraftwerke Hagneck, Brügg und Bözingen. Die restlichen 75 Prozent des Energiebedarfs kommen von Drittlieferanten.
Auf dem Weg vom Kraftwerk in Ihre Steckdose muss der Strom über mehrere Spannungsebenen transportiert werden: ESB erhält die elektrische Energie mit einer Spannung von 50'000 Volt. Nach der Umspannung wird der Strom auf der 16'000 Volt-Ebene in der Stadt verteilt. Vor der Lieferung an die Endkunden ist eine zweite Umspannung auf 400/230 Volt erforderlich.
Link zur interaktiven Grafik des VSE
Vier Unterwerke*(Ländte, Madretsch, Brüel und Mett) sorgen für die Transformierung von 50'000 auf 16'000 Volt, während 160 Quartierstationen die elektrische Spannung von 16'000 auf 400/230 Volt umwandeln. Auf der 16'000 Volt-Ebene existieren darüber hinaus 4 Schaltstationen, mit denen flexibel zwischen den verschiedenen Einspeisestellen umgeschaltet werden kann.
Alle Spannungen zusammengerechnet bestand Ende 2007 das Stromnetz des ESB aus 475 Kilometern (!) Leitungen, fast alle davon unterirdisch (Zahlen).
Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen kann jeder Verbrauchsort in der Stadt Biel aus mindestens 2 unterschiedlichen Quellen gespiesen werden (offenes Ringnetz). Diese Konfiguration garantiert eine sichere Versorgung und eine rasche Wiederherstellung nach Störungen.
*Unterstationen verknüpfen über Transformatoren zwei Spannungsebenen miteinander und ermöglichen es, die verschiedenen ankommenden Leitungen einer Spannungsebene wahlweise miteinander zu verbinden.



