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Energie-Eigenerzeugung

Sie planen eine Photovoltaikanlage (Energieerzeugungsanlage EEA) im Versorgungsgebiet des ESB?

Sie möchten Ihren produzierten Strom selber verbrauchen und/oder in das ESB-Netz einspeisen?

Unter Downloads finden Sie wichtige Formulare und Informationen für Installateure und Betreiber von EEA im ESB-Versorgungsgebiet, sowie die aktuellen Preise für Stromrücklieferung.

Eigenverbrauch

Die Voraussetzungen und Möglichkeiten für die Be- und Abrechnung des eigenproduzierten Stroms sind wie folgt:
 

Voraussetzungen Eigenverbrauch

Für den Verbrauch selbstproduzierten Stroms gelten folgende Voraussetzungen:

  1. Photovoltaik-Anlage und Verbraucher befinden sich innerhalb derselben Liegenschaft, d.h. die Abgabestelle auf dem Niederspannungsnetz NS (400 Volt) liegt hinter dem Hausanschluss. Mehrere Verbraucher innerhalb einer Liegenschaft können eine Eigenverbrauchsgemeinschaft bilden.
  2. Der gesamte Strombezug der Liegenschaft in Summe ist kleiner 100‘000  kWh pro Jahr.
  3. Die Produktionsleistung der Photovoltaik-Anlage (kWp) beträgt mehr als 10% im Verhältnis zu Ihrer Anschlussleistung am Gebäude. Beispiel: Die Leistung der PV-Anlage ist 10 kWp. Ein Standard Mehrfamilienhaus hat einen Stromanschluss von 40 oder 60 A, d.h. Voraussetzung erfüllt.
  4. Die Verbraucher innerhalb der Liegenschaft (Eigenverbrauchsgemeinschaft) schliessen einen Vertrag mit dem ESB ab.
  5. ESB verpflichtet sich, den überschüssigen Strom abzunehmen und zu vergüten (inkl. HKN).

Möglichkeit A: Gesetzliches Minimum

Sie sind für Ihre bzw. die Abrechnung der EVG verantwortlich und übernehmen alle Rechte und Pflichten hinsichtlich Netznutzung, Energie und Abgaben. Der ESB rechnet mit Ihnen den Gebäudeanschluss (Vergütung Überschuss, Bezug Reststrom) jährlich ab und stellt die Messdaten (Jahressumme) zur Verfügung. Hierzu ist ein ESB-Zähler am Gebäudeanschluss obligatorisch. Die Abrechnung eines optionalen Produktionszählers durch ESB erfolgt ebenfalls einmal jährlich.

Information und Voraussetzungen «Gesetzliches Minimum»

  • Kunden (z.B. Grundeigentümer/Produzent bzw. die Eigenverbrauchsgemeinschaft) mit dem Produkt ESB GM tragen die Kosten zur Einrichtung und Installation des Eigenverbrauchs:
    • Elektroinstallation Anschluss PV-Anlage,
    • Demontage der ESB-Zähler z.B. für Mitglieder EVG oder Allgemeinstrom,
    • Montage des ESB-Zählers am Gebäudeanschluss.
    • Gegebenenfalls Anpassung des Netznutzungsvertrages.
  • Die EVG wird wie ein Endverbraucher behandelt, d.h. der EVG-Vertreter übernimmt alle Rechte und Pflichten hinsichtlich Netznutzung, Energie, Steuern und Abgaben. Hierzu wird ein Vertrag (cf. Installationsgesuch) zwischen dem Vertreter EVG und dem ESB geschlossen.
  • Für die Fernauslesung des Zählers sind die Voraussetzungen zu schaffen (2G/3G, Ethernet-LAN).
  • Für die Verrechnung der Wirkleistung sind Standardlastprofile massgebend.
  • Zugang zu ESB-Förderprogrammen.

Für optionale ¼ h Messungen (PVA < 30 kVA) gilt das aktuelle Tarif- und Preisblatt Elektrizität.

Möglichkeit B: Der ESB rechnet für Sie ab

Die zeitgleiche Produktion von PV-Anlage und Verbrauch jedes EVG-Mitglieds werden auf Basis von 1/4h-Werten gegenübergestellt. Jedes EVG-Mitglied wählt sein eigenes Stromprodukt und erhält seine individuelle Abrechnung. Die Höhe der Rückvergütung für die EVG richtet sich nach dem gewählten Stromprodukt.

Information und Voraussetzungen «ESB rechnet für Sie ab»

  • Die Kosten zur Einrichtung und Installation des Eigenverbrauchs trägt der Grundeigentümer/Produzent bzw. die Eigenverbrauchsgemeinschaft:
    • Elektroinstallation Anschluss PV-Anlage,
    • Montage der Zähler (Gebäudeanschluss, Produktion)
  • Zwischen dem Vertreter EVG und dem ESB (cf. Installationsgesuch) wird ein Vertrag geschlossen.
  • Kunden mit dem Produkt ESB-EVG werden mit einer Eigenverbrauchsmessung ausgerüstet, welche die Produktionsarbeit und die ins Netz eingespiesene (kWh) Energie der PV-Anlage misst. Die vom ESB bezogene Wirkenergie und Leistung wird ebenfalls gemessen.
  • Der Abrechnungszeitraum (monatlich, Quartal, jährlich) kann individuell vom Kunden gewählt werden.
  • Für die Fernauslesung des Zählers sind die Voraussetzungen zu schaffen (2G/3G, Ethernet-LAN).
  • Zugang zu ESB Förderprogrammen

Förderung/Vergütung

Seit Januar 2018 gelten neue Regeln zur Förderung/Vergütung der Photovoltaik durch den Bund. Weiterführende Informationen finden Sie auf den Faktenblättern des BFE

FAQ

Welches Dach eignet sich für eine Solaranlage?

Ob sich eine Dachfläche für die Nutzung von Solarenergie eignet, muss objektbezogen beurteilt werden. Für die Stadt Biel gibt es ein Solarkataster, der das Potenzial der Dächer farblich ausdrückt.

Solarkataster

Prüfen Sie den Zustand des Daches

Wir empfehlen, vor der Installation einer Solaranlage das Dach auf Reparaturbedarf zu überprüfen. Muss es repariert werden, können Sie in Betracht ziehen, die Photovoltaik-Module direkt in das Dach zu integrieren (anstelle von Ziegeln). Die Art des Dachbelages ist für die Installation von Solaranlagen irrelevant. Ist die Anlage einmal installiert, können Sie sie während 20 bis 30 Jahren nutzen. Das Dach muss jedoch öfter gewartet werden.

Prüfen Sie die Statik des Daches

Ihr Dach muss das Gewicht der Solaranlage tragen und darüber hinaus den Belastungen durch Schnee und Wind widerstehen können. Informieren Sie sich über die Schneefall- und Windverhältnisse Ihrer Region bei einem Spezialisten (Solarinstallateur, Dachdecker, Baudepartement, Meteo Schweiz, o. ä.)

In welcher Zeit habe ich die Solar-Anlage amortisiert?

Wenn Sie Strom produzieren:
Der selbst verbrauchte Strom Ihrer PV-Anlage erspart Ihnen den Zukauf von Strom aus dem öffentlichen Netz. Je höher die Strompreise in Zukunft steigen, desto besser ist die Rentabilität Ihrer PV-Anlage. Kann vom eigenproduzierten Strom ein Drittel (33 %) selber konsumiert werden, ergeben sich jährliche Einsparungen und Erträge aus der Rückspeisung (Verkauf an regionalen Energieversorger), mit denen die Anlage in 25 Jahren amortisiert werden kann. Gelingt es, den Eigenverbrauch auf 66 % anzuheben, ist die Anlage bereits nach 18 Jahren abgeschrieben (Basis: ESB-Tarife / Kosten 2015).

Wenn Sie Warmwasser produzieren:
Eine optimal dimensionierte Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung spart etwa 60 % der jährlichen Kosten für die Warmwasseraufbereitung und 15 % der Heizkosten. In gut isolierten Neubauten können die Einsparungen bei den Heizkosten deutlich höher sein (bis zu 30 %). Bedenken Sie, dass die Höhe der Einsparungen stark von der Personenanzahl im Haushalt abhängt. Ziehen beispielsweise die Kinder während der langen Lebensdauer einer Solarthermie-Anlage aus, sinkt der Einsparbetrag erheblich.

Eine Flachkollektoranlage braucht mindestens acht Jahre, eine Vakuumröhrenkollektor-Anlage etwa 14 Jahre bis sie amortisiert ist. Ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftet die solarthermische Anlage sozusagen umsonst Wärme.

Energetische Amortisation:
Aus ökologischer Sicht spielt die energetische Amortisation eine wichtige Rolle. Sie definiert den Zeitpunkt, ab dem die Solaranlage mehr Energie erwirtschaftet, als ihre einstige Produktion benötigt hat. Hierfür werden auch die Energie für den Transport, der Betriebsaufwand und die Entsorgung der Anlage berücksichtigt. Bei solarthermischen Anlagen zur Wassererwärmung dauert die energetische Amortisation rund 1,5 Jahre, bei kombinierten Anlagen zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung 2-4 Jahre.

Wie kann ich die produzierte Energie verwenden?

Wenn Sie Strom produzieren:
Am effizientesten ist es, wenn Sie den produzierten Strom Ihrer PV-Anlage selbst verbrauchen. Anstatt ihn ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen und später wieder Energie aus dem Netz zu beziehen, können Sie die selber produzierte Energie quasi gratis nutzen. Das ist sparsamer, und der Energieverlust durch den Transport wird minimiert

Bei überschüssig produzierter Energie ist der ESB verpflichtet, diese abzukaufen (Abnahmeverpflichtung gemäss Energiegesetz). Die Vergütungshöhe dieser Energie ist unterschiedlich:

Preisblatt Stromrücklieferung

Kostendeckende Einspeisevergütung

Der Bauherr/Eigentümer entscheidet, welche Nutzung resp. Vergütungsart für seine Anlage in Frage kommt.

Bei zu wenig produzierter Energie springt der ESB automatisch als Stromlieferant ein. Die bezogene Energie wird Ihnen zu den aktuell gültigen Tarifen in Rechnung gestellt.

Neu: Eigenverbrauchs­gesellschaften
Seit 2015 können Eigenverbrauchs­gemeinschaften gebildet werden. Der ESB unterstützt diese Art des Eigenverbrauchs.

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